Absonderung

Das Recht auf Absonderung gibt einem Gläubiger besondere Sicherheiten, falls der Schuldner zahlungsunfähig wird. Wenn über das Vermögen des Schuldners ein Privatinsolvenzverfahren eröffnet wird, steht dem zur Absonderung berechtigten Gläubiger die Befugnis zu, bestimmte Gegenstände aus der Insolvenzmasse „abzusondern“ und sie ausschließlich im Interesse der Befriedigung seiner eigenen Forderung zu verwerten.

Die gesetzlichen Regelungen, nach denen die abgesonderte Befriedigung im Insolvenzverfahren erfolgen kann, sind in den §§ 59 ff und den §§ 166 ff der Insolvenzordnung (InsO) festgeschrieben.
Eine Absonderung ist dann gerechtfertigt, wenn der Gläubiger sich bei einem Kauf das Eigentum bis zur vollständigen Zahlung vorbehalten hat oder wenn die Bank von einem Kreditnehmer eine Sicherungsübereignung oder eine Sicherungshypothek verlangt hat. Die zur Sicherheit übereigneten Gegenstände oder Rechte müssen auf Verlangen des Sicherungsnehmers entweder vom Insolvenzverwalter zu seinen Gunsten verwertet werden oder ihm zur eigenen Verwertung herausgegeben werden.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.